Queer Visibility im Branding

Ein Logo-Update im Juni ist keine Strategie.

Ein Regenbogen Filter im Juni macht noch keine Haltung. Wer Diversität nur als saisonales Marketing Tool nutzt, betreibt Rainbow-Washing. In einer Welt, die nach Substanz verlangt, ist das nicht nur oberflächlich, sondern riskant für die Glaubwürdigkeit einer Marke.

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Design ist eine Entscheidung.

Jeder Entwurf, den wir in die Welt setzen, ist ein politischer Akt. Design ist niemals neutral. Wenn wir Marken entwickeln, kuratieren wir Realitäten. Wir entscheiden, welche Gesichter wir zeigen, welche Sprache wir sprechen und welche Geschichten wir als erzählenswert markieren.

Wir begreifen Gestaltung als Werkzeug, um gesellschaftliche Verantwortung sichtbar und spürbar zu machen.

Repräsentation bedeutet Zugehörigkeit.

Sichtbarkeit im Branding ist kein ästhetischer Selbstzweck. Wenn wir queere Lebensrealitäten in die visuelle Identität einer Marke integrieren, schaffen wir Räume der Zugehörigkeit. Repräsentation entscheidet darüber, wer sich sicher, gemeint und wertgeschätzt fühlt.

Es geht darum, Sehgewohnheiten zu brechen und Inklusion nicht als „Add-on“ zu betrachten, sondern als integrativen Bestandteil jeder Markenstrategie. Eine Marke, die nur die Norm bedient, verliert den Anschluss an eine Generation, für die Vielfalt die absolute Basis ist. Echte Repräsentation findet 365 Tage im Jahr statt.

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Für Brands und Einzelpersonen bedeutet das, über das Posten eines Statements hinauszugehen. Haltung zeigt sich dort, wo es echten Einsatz erfordert.

Lokale Infrastruktur stärken: Supporte die Community dort, wo sie lebt. In Graz bedeutet das zum Beispiel, die Arbeit der RosaLilaPantherinnen zu unterstützen. Jetzt Mitglied werden.

Kulturelles Kapital teilen: Nutze deine Reichweite, um andere sichtbar zu machen. Teile, verlinke und empfehle queere Kreative, Strateg:innen und Künstler:innen. Vielfalt in der Branche zu fördern, bedeutet auch, Aufträge und Sichtbarkeit umzuverteilen.

Haltung einfordern: Sei die Stimme im Raum, die nach inklusivem Design fragt. Hinterfrage Bildsprachen, Gendersprache und veraltete Rollenbilder in Meetings und Projekten.

Solidarität ist ein Verb – man muss sie tun.

by Lisa Rass

23/09/2025

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